Der Heilpraktiker

In Deutschland gibt es ca. 12.000 Heilpraktiker. Die Berufsbezeichnung ist in der Bundesrepublik gesetzlich geschützt und darf nur geführt werden, wenn man in Besitz der Erlaubnisurkunde zur Ausübung der Heilkunde gem. §1 Heilpraktiker-gesetz (HPG) ist.

Nach der Ausbildung muß sich der HP-Anwärter einer Überprüfung durch einen Amtsarzt beim zuständigen Gesundheitsamt unterziehen. Dort werden die Kenntnisse zur Anatomie (Aufbau des menschlichen Körpers), Physiologie (Funktion des menschlichen Körpers), Pathologie (Entstehung u. Auswirkung von Krankheiten) und Differentialdiagnostik (alternative Erklärungen für die Krankheit) überprüft.

Der Heilpraktiker ist zur ständigen Weiterbildung verpflichtet. Die 'Berufsordnung für Heilpraktiker' (BOH) besagt, was ein Heilpraktiker darf und was nicht erlaubt ist. Sie wurde von den Berufsverbänden ausgearbeitet und wird auch durch diese kontrolliert.

Die Heilverfahren sind besonders durch die Vermeidung von belastenden Nebenwirkungen gekennzeichnet. Die Beeinflussung des erkrankten Organismus geschieht auf möglichst schonende Art und Weise. Sie entspricht den biologischen Bedürfnissen des kranken Menschen und hat zum Ziel, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren, worin das Wesen der Naturheilkunde liegt.

Die Vielfalt der einzelnen Diagnosen (Ursache u. Erklärung der Krankheitszeichen) und Therapien ist sehr groß. Der Heilpraktiker wird im Einzelfall immer die auswählen, die er für den Patienten am wirksamsten hält. Manchmal müssen jedoch verschiedene Wege versucht werden, bis die Behandlung anschlägt, da jeder Mensch sehr individuell reagiert. Ein Heilungsversprechen ist – wie in der Schulmedizin auch - dennoch nicht möglich. Wichtig ist die aktive Teilnahme des Patienten an der Therapie.

(Zur sprachlichen Vereinfachung wurde hier nur die maskuline Grundform genutzt).

 

Viele weitere Informationen rund um das Thema Heilpraktiker, Behandlungen, Berufsstand etc. finden Sie auch hier:  Heilpraktiker-Fakten.de